Mutter bzw. Muttern

Die Mutter ist ein Normteil, dass wohl mit am häufigsten in Konstruktionen und damit auch auf Technischen Zeichnungen auftaucht. Nachfolgend daher einige wichtige Informationen zu Arten, Verwendung, Normen und Festigkeitsklassen von Muttern.

Muttern lassen sich vor allem über ihre äußere Form klassifizieren. Nachfolgend einige Mutternformen mit der entsprechenden Norm:

- Sechskantmutter (ISO 4032)
- Vierkantmutter (DIN 557)
- Hutmutter (DIN 1587)
- Kronenmutter (ISO 7035)
- Flügelmutter (DIN 315)
- Nutmutter (DIN 981, DIN 1804)
- Rändelmutter (hohe Form: DIN 466; niedrige Form: DIN 467)


Bezeichnungsbeispiel (z.B. für Zeichnung oder Stückliste):

Sechskantmutter ISO 4032-M10-8

Es handelt sich hierbei um eine Sechskantmutter nach ISO 4032 mit einem metrischen Gewinde, welches den Nenndurchmesser 10mm besitzt. Die Mutter weist die Festigkeitsklasse 8 auf.

Für die Darstellung auf CAD-Zeichnungen sollte möglichst auf ein CAD-Teil aus einer Normteildatenbank zurückgegriffen werden. Auf einer Hand-/Tuschezeichnung sollte aus Zeitgründen eine Muttern-Schablone verwendet werden.

Festigkeitsklassen von Muttern


Muttern besitzen stets eine Festigkeitsklasse, die auf Zeichnungen und in Stücklisten mit anzugeben ist. Die Festigkeitsklasse kann in die Mindestzugfestigkeit der Mutter umgerechnet werden:

Mindestzugfestigkeit = Festigkeitsklasse 100N/mm 2

Gängige Festigkeitsklassen für Muttern sind 5, 6, 8, 10, 12, 14. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass für die Mutter mindestens eine Festigkeit in Höhe der Schraube verwendet werden muss.
Für eine Schraube der Klasse 8.8 ist folglich mindestens eine Mutter der Festigkeitsklasse 8 oder höher zu verwenden.

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