Tuschefüller

Der Tuschefüller setzt sich zusammen aus dem Halterschaft, der Kapillarpatrone, dem Zeichenkegel, dem Vorderteil und der Kappe mit eingesetzter Dichthülse.

Anmerkung: Grundsätzlich sollte nur mit aufgeschraubtem Halterschaft gearbeitet werden, da der Füller besser geführt werden kann und eine geringere Erwärmung des Tuschevorrates erfolgt. (Auslaufgefahr)

Eine Auswahl an Tuschefüller findet man hier: Tuschefüller.


Inbetriebnahme des Füllers:

- Kappe und Vorderteil abschrauben.

- Zeichenkegel einsetzen und herunterdrücken, bis sich die Kapillar-Patrone öffnet.

- Vorderteil fest aufschrauben, bis kein Spalt mehr sichtbar

- Tuschefüller schütteln

- Nach Gebrauch kappe fest aufschrauben.


Patronenwechsel:

- passende Kapillarpatrone verwenden.

- Vorderteil abschrauben.

- Halterschaft nur leicht auf den Zeichenkegel schrauben und herausziehen.

- Zeichenkegel ausklopfen und abwischen. (Anmerkung: Besser ist, unter fließendem Wasser auswaschen und abtrocknen.)

- Zeichenkegel in die Kapillarpatrone hineindrücken, bis sie sich öffnet.

- Vorderteil aufsetzen und fest schrauben, bis kein Spalt mehr sichtbar ist.


Besondere Hinweise:

Bevor man nun mit dem Zeichnen beginnt, muss man den Füller mehrmals hin- und herschüteln, um zu erreichen, das die Tusche nach vorne gelangt, erst dann ist der Tuschefüller einsatzbereit.

Durch das Hin- und Herschütteln wird das im Inneren des Zeichenkegels befindliche Fallgewicht mit dem daran befestigten Regulierdraht hin- und herbewegt. Dieses Fallgewicht darf niemals aus dem Zeichenkegel genommen werden. Die Aufgabe des Fallgewichts ist es, in Ruhestellung den Tuschefluss zu stoppen bzw. durch sein Gewicht dafür zu sorgen, dass beim hin- und herschütteln des Füllers der Regulierdraht bewegt wird.

Der Regulierdraht, der oftmals auch als Reinigungsdraht benannt wird, hat die Aufgabe, den Tuschekanal frei von Fremdkörpern zu halten, bzw. bei leicht eingetrocknetem Tuschefluss diese Austrocknung zu beseitigen.


Aufbewahrung:

Um ein Austrocknen des Tuschefüllers zu vermeiden, sollte nach Benutzung die Schutzkappe stets aufgeschraubt sein. Die Schutzkappe hat in ihrem Inneren eine Dichthülse, die das Eindringen der Luft in das Zeichenröhrchen und in das Druckausgleichssystem verhindert.


Reinigung:

Der Tuschefüller arbeitet nur dann, wenn er richtig gewartet wird.

- Die Dichthülse in der Schutzkappe kann nur dann richtig abdichten, wenn sie einwandfrei sauber ist, deshalb müssen wir sie regelmäßig mit einem Wattestäbchen reinigen.

- Sollte der Zeichenkegel durch eingetrocknete Tusche blockiert sein, Rotringreinigungsbecher mit einem speziellem Reinigungsmittel verwenden.


Arbeitsregeln:

- Der Tuschefüller muss beim Zeichnen fast senkrecht gehalten werden. Eine max. Neigung in Zugrichtung von 15 Grad ist zugelassen.

- Es kann mit jedem beliebigen Lineal gezeichnet werden, da der stufenförmige Absatz des Zeichenröhrchens ein Unterlaufen unter das Lineal verhindert.

- Beim Arbeiten mit Schriftschablonen kann man sich die Arbeit erleichtern, indem man ein Gelenkstück benutzt.

- Ein Nachfüllen der leeren Kapillarpatrone ist nicht zu empfehlen, da sonst das Druckausgleichssystem nicht mehr einwandfrei funktionieren kann. Das Druckausgleichssystem besteht aus einer Wendelnut, über die die Luftzufuhr reguliert wird. Ist diese Nut verstopft, arbeitet der Füller unsauber und patzt.

Berechnungshilfen

Anzeige

Top-Themen: Technisches Zeichnen

Top-Kategorien

Grundlagen

Darstellung

Bemaßung

Übungen

Normteile

Toleranzen

Ausbildung

TZ-Lexikon

Häufig gelesen

tzinfo.de

tzinfo.de hat sich seit 2002 zur großen deutschen Informationsseite rund um Technisches Zeichnen und Konstruktion entwickelt. Unsere Besucher werden auch 2017 wieder unzählige Übungen machen, Passungen berechnen oder sich zum Thema Form- und Lagetoleranzen informieren.

Social Links